Jubiläum

25 Jahre Freiwilligendienst der Don Bosco Schwestern

Über die Gründung von VIDES, die Auswirkungen eines Auslandsjahrs auf die Teilnehmerinnen und die Auswahl der Bewerberinnen spricht die Leiterin des Dienstes Sr. Petra Egeling.
  • Christine Wendel

veröffentlicht am 01.05.2018

Warum wurde der VIDES-Freiwilligendienst vor 25 Jahren gegründet?
Es ist ein Anliegen Don Boscos, dass junge Menschen etwas für andere junge Leute tun. Und das freiwillig und unentgeltlich. Diese Idee war schon immer da. Vor 30 Jahren hat die damalige Generaloberin ein Konzept in Auftrag gegeben, um die Strukturen eines Freiwilligendienstes aufzubauen. Seit 25 Jahren gibt es das Programm in Deutschland. Und es hat sich bewährt.

Was haben Don Bosco Schwestern weltweit davon, dass junge Leute aus Deutschland und Österreich zu ihnen kommen?
Es ist für jede Gemeinschaft eine Bereicherung, wenn junge Menschen mitleben. Die Freiwilligen können sich mit dem einbringen, was sie gerne tun – und, was sie denken, dass sie vor Ort leisten können. Und durch ihren Einsatz können sie den Schwestern vor Ort auch eine Unterstützung sein.

Was bringt der Freiwilligendienst den jungen Leuten?
Wenn wir die jungen Leute vor ihrem Einsatz nach ihrer Motivation fragen, heißt es oft: „Ich möchte etwas Sinnvolles tun.“ Wenn sie zurückkommen, sagen viele, dass sie sich einfach beschenkt fühlen von ihren Erfahrungen, an denen sie gewachsen sind.

Nach welchen Kriterien wählen Sie die Freiwilligen aus?
Die jungen Leute sollten mindestens 18 Jahre alt sein, vielleicht bringen sie schon Ehrenamtserfahrung mit, aber das ist keine Voraussetzung. Ebenso wenig, dass sie katholisch sind. Die Grundmotivation muss stimmen: die Freude daran, etwas mit jungen Leuten zu tun, und offen zu sein für christliche Werte. Ebenso müssen sie bereit sein, sich auf das Leben in ihrem Einsatzland und ihrer Einsatzstelle einzulassen. Bei der Länderwahl achten wir, wenn möglich, auf die Wünsche der Freiwilligen – und suchen in Absprache mit den Gemeinschaften vor Ort eine Einsatzstelle.

Wie läuft die Vorbereitung, Begleitung und Nach-bereitung bei VIDES?
Wir bieten Vorbereitungs- und Orientierungswochenenden. Und die Freiwilligen machen zwei Wochen ein Praktikum in einer deutschsprachigen Gemeinschaft, um sich auf das Leben mit Don Bosco Schwestern vorzubereiten. Zudem gibt es für alle Freiwilligen ein Mentorenprogramm. Ehemalige, die schon im zukünftigen Einsatzland waren, stehen vor und während des Einsatzes, gemeinsam mit unserem VIDES-Team, den Freiwilligen zur Seite. Wir suchen regelmäßig Kontakt, fragen, wie es ihm oder ihr geht, kümmern uns bei eventuellen Problemen. Nach dem Einsatz gibt es ein Rückkehrertreffen, und wir versuchen auch langfristig in Kontakt zu bleiben.

Was bringt die Zukunft von VIDES?
Der Auslandseinsatz dauert in der Regel acht bis zwölf Monate, da es auch Zeit braucht, sich auf eine neue Kultur einzulassen. Diesen Langzeiteinsatz wird es natürlich auch in Zukunft geben. Zusätzlich bieten wir in diesem Jahr zum ersten Mal auch einen sogenannten europäischen Kurzzeiteinsatz an. Es wird möglich sein, für drei bis sechs Monate einen Freiwilligendienst in einem europäischen Land zu leisten. Das ist unser konkreter Beitrag, um den Europagedanken zu stärken.   

Mehr Information bei VIDES 

Schwester Petra Egeling vom Freiwilligendienst VIDES der Don Bosco Schwestern mit Weltkarte

Schwester Petra Egeling leitet den Freiwilligendienst VIDES der Don Bosco Schwestern.


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