Volontärin in Venezuela

Fasziniert von der anderen Kultur

Ein Interview mit Thea Hintermeier (23), ehemalige VIDES-Volontärin im Internat Maria Auxiliadora in Isla de Ratón der Don Bosco Schwestern in Venezuela

veröffentlicht am 01.01.2017

Vor meinem Freiwilligenjahr...
habe ich in Mainburg in der Hallertau mein Abitur gemacht und wusste schon länger, dass ich einmal einen Freiwilligendienst machen möchte. Mir war von Anfang an klar, dass ich nach Lateinamerika gehen möchte. Von den Don Bosco Schwestern bekam ich Mexiko und Venezuela zur konkreten Auswahl. Ich habe mich für Venezuela entschieden, da mich dort vor allem der Regenwald interessiert hat, wo ich ja direkt im Einsatz war.

Wie erklärst du deinem künftigen Arbeitgeber im Bewerbungsgespräch, dass du dir dieses eine Jahr Auszeit vor der beruflichen Karriere genommen hast?
Bei den Bewerbungsgesprächen, die ich bisher hatte, kam dieses Jahr immer sehr gut an. Auslandserfahrung ist für Arbeitgeber heute sehr wichtig. Ob man jetzt ein Praktikum in den USA gemacht hat oder einen Freiwilligendienst im Dschungel Venezuelas, ist eben doch was ganz anderes und wird von den meisten mit sehr viel Respekt belohnt.

Was war der schönste Moment in deinem Freiwilligenjahr?
Das ist sehr schwer zu sagen, es gab sehr viele wunderschöne Momente. Woran ich mich allerdings sehr gerne erinnere, sind zum Beispiel die Tage, an denen wir während der Regenzeit einfach im Regen geduscht und währenddessen getanzt und gesungen haben.

Das Zusammenleben der Indigenas, also der Ureinwohner Venezuelas, mit der Natur hat mich nachhaltig fasziniert. Die Landschaft dort ist atemberaubend schön und der Lebensstil der Indigenas einfach unglaublich beruhigend.

Welcher Gegenstand war unentbehrlich bei deinem Freiwilligeneinsatz und warum?
Ein Stern. Den haben afrikanische Schwestern gemacht und meine Diözese hat ihn mir als Glücksbringer mit auf den Weg gegeben. Außerdem habe ich sehr gerne den Sternenhimmel betrachtet, wenn ich Heimweh hatte. Irgendwie habe ich mich so mit zu Hause verbunden gefühlt.

Welche Tipps würdest du deiner kleinen Schwester geben, wenn sie sich auch dafür bewerben will?
Dass sie es auf jeden Fall machen soll, aber dass sie sich auf keinen Fall zu genaue Vorstellungen machen darf – es kommt sowieso alles anders.

Was verbindet dich heute noch mit Don Bosco?
Ich bin nach wie vor bei VIDES aktiv. Als Vorstandsmitglied bereite ich vor allem Interessierte auf einen Freiwilligendienst vor.

Nach meinem Freiwilligenjahr habe ich meinen Bachelor in Molekularer Biotechnologie an der TU München gemacht und studiere nun Management im Master.


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