Soziales Jahr im Salesianum

Im FSJ die berufliche Zukunft geplant

Lisa Müller (19) berichtet im Interview über ihr Freiwilliges Soziales Jahr im Münchner Jugendwohnheim Salesianum.

veröffentlicht am 01.01.2017

Vor meinem Freiwilligendienst...
habe ich in Köln mein Abitur erlangt. Danach war mein Ziel, in einer anderen Stadt mein Studium zu beginnen. Jedoch war noch ziemlich unklar, was genau und wo überhaupt. Es kam die Überlegung auf, mit meinem Freund zusammen nach München zu ziehen, deswegen war klar, dass ich dort ein FSJ machen wollte. Das Salesianum hat mich aus vielen Gründen begeistert – vor allem wegen der Mischung aus Organisation im Gästebereich und sozialer Arbeit im Jugendwohnen.

Wie erklärst du deinem künftigen Arbeitgeber im Bewerbungsgespräch, dass du dir dieses eine Jahr Auszeit vor der beruflichen Karriere genommen hast?
Ich habe das Jahr genutzt, um ein bisschen Ordnung in die Planung meiner beruflichen Zukunft zu bringen: Was sind meine Stärken? Was meine Schwächen? Im Endeffekt habe ich mich gefragt, was ich irgendwann mal werden will. Und ich habe jetzt auf fast alles eine Antwort. Wenn ein Arbeitgeber das nicht zu schätzen weiß, dann weiß ich’s auch nicht.

Was müsste auf einem Foto drauf sein, das in einem Bild deinen Einsatz und deine Erfahrungen zusammenfasst?
Eine riesengroße Gruppe von Jugendlichen mit grinsenden Gesichtern und ein paar Sportsachen, wie einem Volleyball, Tischtennisschläger oder so was. Bei diesen Sachen müssen auf jeden Fall auch Joe und Sepp (zwei Salesianer) stehen, die den Jugendlichen viele, vor allem sportliche Aktivitäten geboten haben. Außerdem müsste ganz viel Kaffeegeschirr drauf sein, denn das habe ich gefühlt eine Million Mal auf- und abgebaut. Und ein Haus muss über all den Dingen sein, denn schließlich ist das alles unter einem Dach.

Welcher Mensch ist dir aus diesem Jahr besonders in Erinnerung geblieben?
Meine liebe Chefin Janina. Sie war das komplette Jahr für mich da und hat mir bei der Arbeit wie auch bei persönlichen Dingen immer weitergeholfen bzw. einfach mal zugehört! Sie hat für mich alles verkörpert, was eine gute „Chefin“ sein muss: immer nett und fair, aber dennoch konsequent. Danke, Janina.

Welcher Gegenstand war unentbehrlich bei -deinem Freiwilligeneinsatz und warum?
Ein Schlüsselbund. Denn ohne den läuft im Sales gar nichts! Einen Schlüssel zu brauchen, bringt einem vieles bei: Man darf nicht vergesslich sein! Seine Sachen nicht irgendwo liegen lassen! Seine Arbeitswege planen und nicht einfach blind drauflos laufen! Das alles hat mir die Augen über eine effiziente Arbeitsweise geöffnet, die das A und O in meinem FSJ war.

Welche Tipps würdest du deiner kleinen Schwester geben, wenn sie sich auch dafür bewerben will?
Sie sollte sich von Anfang an auf alles Neue einlassen. Keine Vorurteile haben und jedem Menschen freundlich begegnen. Hilfe annehmen und die Möglichkeit wahrnehmen, unglaublich tolle Menschen kennenzulernen.

Nach meinem Freiwilligenjahr bin ich in München geblieben und habe begonnen, Jura zu studieren.


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